Anarchie 3.0

Warum das anarchische Organisationsprinzip erfolgreich ist

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Anarchism Reloaded oder Anarchy Alive?

27. Mai 2010 · 1 Kommentar

„Hier und Jetzt!“ will ein anarchistisches Buch über Anarchismus sein, und das Hauptanliegen seines Autors ist es, einen Beitrag zur anarchistischen politischen Theorie zu leisten. Die anarchistische politische Theorie, auf die sich Gordon bezieht, um sich dem neuen „Anarchismus“ anzunähern, hat ihre Wurzeln überwiegend in der angloamerikanischen anarchistischen Bewegung und ihrer Literatur. Gleichzeitig fließen in die Studie, seine Erfahrungen ein, die er in der Bewegung der radikalen Globalisierungskritiker in Europa sammelte, was zu einem Brückenschlag zwischen angloamerikanischer Theoriediskussion und kontinentaleuropäischem Aktionsanarchismus führt. Dabei wird Manches anders als hierzulande und einiges sogar neu buchstabiert.
In seiner Studie untersucht Gordon die Entwicklung anarchistischer Gruppen, Aktionen und Ideen der letzten Jahre. Er versucht dabei aufzuzeigen, was eine Theorie, die auf der Praxis aufbaut, für die zentralen Debatten und Problemstellungen leisten kann, die die Bewegungen heute umtreiben.

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Keine Macht für Niemand

11. Februar 2010 · Keine Kommentare

Ostberlin, 4. November 1989. Mehr als eine halbe Million Menschen demonstrieren auf dem Alexanderplatz gegen das SED-Regime für Meinungs-, Versammlungs- und Reisefreiheit. Es ist die größte frei organisierte Massendemonstration, die die Deutsche Demokratische Republik jemals erlebt hat, und sie markiert ihren historischen Wendepunkt.

Das Machtgefüge der SED-Diktatur, in der die Macht der Mächtigen auf der Ohnmacht der Ohnmächtigen beruhte, war im Herbst 1989 aus dem Lot geraten. Immer mehr Menschen waren das erniedrigende Schweigen und Dulden leid und leisteten mit friedlichen Mitteln Widerstand. Dem hatte das politische System, das mehr als vier Jahrzehnte lang das Leben seiner Bürger kontrolliert und reglementiert hatte, nichts mehr entgegenzusetzen. Von da ab ging es für das SED-Regime nur noch abwärts. Genaugenommen implodierte es, sein Herrschaftsapparat brach einfach in sich zusammen. Das war seltsam und in der jüngeren Geschichte Europas ein bis dahin einzigartiges Phänomen. Niemand war mehr da, der die Macht mit aller Macht verteidigen wollte und noch seltsamer war: Niemand mehr wollte die Macht haben, eine Zeitlang zumindest schien es so.

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Let’s Wiki!

7. Februar 2009 · Keine Kommentare

Die Erfolgsgeschichte der Wikipedia zeigt, welch enormes sozialpolitisches Potential in den kollaborativen Medien steckt. Aber die Wikipedia repräsentiert nicht das Wiki-Prinzip an sich, sondern sie ist nur eine von vielen möglichen Interpretationen. Wikis sind offene Systeme, deren Regeln von denen festgelegt werden, die sie nutzen. Nach meiner Erfahrung funktionieren Wikis immer dann gut, wenn sie von einer kleinen und engagierten Community getragen werden, deren Mitglieder sich persönlich kennen, und die einen Konsens über den Umgang untereinander erlangt haben. Freiheit kann nur dort existierten, wo sie vom Geist der persönlichen Verantwortung getragen wird.

Das Wiki-Prinzip wird unsere Welt verändern. Und dies gilt nicht nur für die Art und Weise, wie wir Informationen sammeln und uns mit anderen abstimmen. Wikis geben uns die Möglichkeit, neue praktische Erfahrungen in der sozialen Selbstorganisation zu machen, die auch außerhalb des Cyberspace Sinn machen. Nutzen wir diese Chance: Let’s Wiki!

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Orchester ohne Dirigent

25. Mai 2008 · 3 Kommentare

Das Orpheus Chamber Orchestra in New York ist nicht nur Musikliebhabern, sondern auch Wirtschaftswissenschaftlern ein Begriff. In einem normalen Orchester gibt allein der Dirigent den Ton an. Die Kreativität der einzelnen Musiker wird nicht gebraucht, sie müssen vielmehr das ausführen, was der Mensch mit dem Taktstock sich vorstellt. Im Orpheus Chamber Orchestra hat kein Dirigent […]

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Hallo Welt!

25. Mai 2008 · 2 Kommentare

Willkommen im Blog des Forschungs- und Publikationsprojektes Anarchie 3.0. Der Begriff „Anarchie 3.0“ wird für die anarchoiden (d.h. hier: mutualistischen und dezentralistischen) Tendenzen verwendet, wie wir sie seit einigen Jahren verstärkt in Wirtschaft und Gesellschaft beobachten können.

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